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arbeitslosengeld und einkommensteuer


05. Juni 2013 Gast 10 Kommentare Kommentar schreiben
Werden Karenzzeiten und der Bezug von Kinderbetreuungsgeld an das Finanzamt gemeldet? Bzw. sind sie in irgendeinder Weise steuerlich relevant?

Ich war 2012 die ersten 6 Monate in Karenz, dann 3 Monate arbeitslos gemeldet und die letzten drei Monate als freier Dienstnehmer beschäftigt.

Ich frage mich, wie das Arbeitslosengeld nun die Einkommensteuer beeinflusst.
Meines Wissens ist eine Möglichkeit die Hochrechnung des laufenden Bezuges auf das gesamte Jahr, zumindest wäre das bei mir wohl die günstigere Variante.

Ist bei dieser Rechnung die Karenzzeit in irgendeiner Weise relevant? Oder zählt das Einkommen der letzten 3 Monate für das gesamte Jahr (exkl. Zeit des Arbeitslosengeldbezugs)?

 
 Stb Michael BRAUN schrieb am   18. Juni 2013 folgendes:
Wochengeld bzw. Karenzgeld (vor bzw. nach der Geburt) wird dem FA mitgeteilt (hat Einfluss auf Ihr Einkommen für den Alleinverdienerabsetzbetrag Ihres Partners), Kinderbetreuungsgeld wird NICHT dem FA gemeldet. Beides löst KEINE Steuer aus.

Bei AMS Bezüge (sind grundsätzlich steuerfrei):
Bei der Ermittlung des Steuersatzes (Progressionsvorbehalt) werden
zuerst Ihre steuerpflichtigen Einkünfte auf den Jahresbetrag umgerechnet, Sonderausgaben und andere
Einkommensabzüge berücksichtigt und anhand der sich für das umgerechnete Einkommen ergebenden
Tarifsteuer ein Durchschnittssteuersatz ermittelt und auf Ihr Einkommen angewendet (Umrechnungsvariante).
Danach ist anhand einer Kontrollrechnung festzustellen, ob sich bei Hinzurechnung der Bezüge gemäß
§ 3 Abs.2 EStG 1988 (Arbeitslosengeld) gegenüber der Umrechnungsvariante eine niedrigere Steuer ergibt. Die günstigere Variante wird berücksichtigt.

Unter 11.000 EUR Jahreseinkommen zahlen Sie in Ö keine Steuer (sollten Sie daher als freier Dienstnehmer weniger verdient haben, fällt keine Steuer an ).

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Aufgrund der Tatsache, dass bei der Fragestellung NICHT der komplette relevante Sachverhalt dargestellt wird, kann (durch Hinzufügen oder Weglassen von relevanten Sachverhaltsangaben) die tatsächliche rechtliche Beurteilung der Problemstellung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen ! Der Beitrag kann insbesondere eine individuelle Beratung bei einem Steuer- oder Rechtsexperten NICHT ersetzen.

Der Autor dieses Kommentars arbeitet für:

Michael BRAUN, Steuerberater
 
 
 Burgi schrieb am   06. April 2016 folgendes:
Hallo!
Frage: Unterliegt auch Bildungsteilzeitgeld der Einkommensteuerpflicht in Oesterreich?
Burgi
 
 Stb Michael BRAUN schrieb am   09. April 2016 folgendes:
Sehr geehrter Herr Burgi ! Sehr geehrte Frau Burgi !

Bildungsteilzeitgeld ist steuerfrei (wie AMS Bezüge)

ALLERDINGS:
Wenn es bei einem Bildungsteilzeitgeldbezieher zu einer Arbeitnehmerveranlagung kommt, ist vom Finanzamt die Hochrechnungsregelung des § 3 Abs 2 EStG anzuwenden, da diese Hochrechnung insbesondere auch im Falle von steuerfreien Bezügen im Sinne des § 3 Abs 1 Z 5 lit a EStG gilt. Das Bildungsteilzeitgeld zählt als Leistung gemäß § 3 Abs 1 Z 5 lit a EStG (§ 26 Abs 8 AlVG in Verbindung mit § 26a Abs 5 AlVG).

Der Bezug von Bildungsteilzeitgeld ist im § 41 Abs 1 EStG nicht als Pflichtveranlagungstatbestand vorgesehen.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Aufgrund der Tatsache, dass bei der Fragestellung NICHT der komplette relevante Sachverhalt dargestellt wird, kann (durch Hinzufügen oder Weglassen von relevanten Sachverhaltsangaben) die tatsächliche rechtliche Beurteilung der Problemstellung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen ! Der Beitrag kann insbesondere eine individuelle Beratung bei einem Steuer- oder Rechtsexperten NICHT ersetzen.


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 Max schrieb am   23. November 2016 folgendes:
Mein mann möchte für dieses Jahr eine alleinverdiener betrag in anspruch nehmen. Meine gesamtes Einkommen beträgt ca.7,700.00€Das habe ich insgesamt gerechnet monatlich was ich bekommen habe.Das geld wurde 8 Monate von AMS bezogen, und 4 Monate Notstandshilfe. Zuverdienst grenze ist somit erreicht, aber wird das wirklich so gerechnet oder wird was abgezogen ?Dankeschön.
 
 Frau Pretz schrieb am   13. März 2017 folgendes:
Guten Tag!
Meine Situation:
Ich beziehe knapp 950€ arbeitslosengeld, 190€ geringfügigkeitsstelle und bin Kleinunternehmerin!
Ich weis dass ich bis 11000€/Jahr steuerfrei bin!
Jedoch weis ich nicht ob auch das arbeitslosengeld dazu gerechnet wird oder nicht!
 
 Bianca schrieb am   08. Juni 2017 folgendes:
Frau Petz! Haben Sie schon etwas in Erfahrung bringen können? Ich bin in der gleichen Situation und konnte bisher noch nichts genaues herausfinden.
 
 Stb Michael BRAUN schrieb am   16. Juni 2017 folgendes:
Sehr geehrte Frau Bianca

AMS Bezüge sind grundsätzlich steuerfrei und wird nicht als Einkommen gezählt

Sollten Sie nicht das gesamte Jahr über AMS Bezüge beziehen und vor / nach den ams Bezügen etwas verdienen (aber nicht ganzjährig) , wird der Verdienst auf ein Jahr hochgerechnet und der erhöhte Steuersatz auf Ihr Einkommen (ohne AMS Bezüge) angewendet.
Als Kontrollrechnung wird das AMS Geld als Einkommen versteuert
Die "für Sie günstigere" Variante wird verwendet

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Aufgrund der Tatsache, dass bei der Fragestellung NICHT der komplette relevante Sachverhalt dargestellt wird, kann (durch Hinzufügen oder Weglassen von relevanten Sachverhaltsangaben) die tatsächliche rechtliche Beurteilung der Problemstellung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen! Der Beitrag kann insbesondere eine individuelle Beratung bei einem Steuer- oder Rechtsexperten NICHT ersetzen.

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 Frau wimper schrieb am   19. Juni 2017 folgendes:
Beziehe Norstandshilfe und überlege, ob ich mir ab Juli meine Firmenpension ausbezahlen lasse. Wären jährlich €6200,... sind dann Steuern fällig ?
Danke und freundliche Grüße
Wimper
 
 Christa Maria schrieb am   05. Mai 2018 folgendes:
Mich hat soeben der Schlag getroffen. Habe anstatt einem Guthaben lt. Vorberechnungsblatt bei der Veranlagung 2017 v. EUR 4.400,-- eine Nachzahlung von EUR 2.400,00 bekommen. Ich versteh das nicht ganz - der Unterschied ist immerhin EUR 6.800,--. Muss dazusagen, dass ich am 10.1.18 den Online-Antrag gestellt habe, wusste nicht dass AMS noch melden wird (haben ja bis Ende Feb. zeit)
Folgende Situation: nach mehr als 25 DJ gekündigt, letzter Arbeitstag: 31.3.17, danach arbeitslos, bzw. 2 Tage im März noch bei einer anderen Firma gearbeitet und 2 Wochen im August bei einer Firma gearbeitet.
Da ich 6 ME als frw. Abf. zusätzlich zu meinen 12 ME ges. Abf. im März ausbezahlt bekommen habe, habe ich ja von den 6ME im März ja schon soviel Steuer bezahlt, als würde ich das, das restliche Jahr weiterverdienen (so sind ja die Lohnverrechnungs-Programme aufgebaut)
Mit dem Progressionsvorbehalt wird jetzt bei mir die Arbeitslose (günstiger) mit einbezogen - somit habe ich jetzt die Nachzahlung! Kann es eigentlich sein, dass sich die Firma bzw. der Steuerberater, der die Lohnverrechnung erst kurz übernommen hat, verrechnet hat? Wird ja meistens händisch berechnet, was mit 6 % bzw. lfd. versteuert wird. Mir kommt die Nachzahlung extrem hoch vor, noch dazu sind das fast 2 Monate Arbeitslosengeld. Trau mich gar nicht 2018 arbeiten gehen, wird ja dann wieder so gerechnet ;-) Vielen Dank und LG
 
 Stb Michael BRAUN schrieb am   11. Mai 2018 folgendes:
Sehr geehrte Frau Christa Maria

Um Ihre Frage (verrechnet, richtiger Bescheid) zu beantworten, wäre es notwendig, die Zahlen zu kontrollieren bzw. Ihren Steuerbescheid.

Ich rate Ihnen daher, diesen einen Steuerberater Ihres Vertrauens zu zeigen (Sie haben einen Monat Zeit, gegen den Bescheid - falls falsch- eine Bescheidbeschwerde einzubringen- siehe auch Rechtsmittelbelehrung vom Bescheid).

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